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Z?rtlichkeit in der Handfl?che

三拜齋主

<p class="ql-block">Ich kenne nur seinen Kunstnamen: Sansheng. Er ist ein Künstler, macht Bambusschnitzerei, Teezeremonie, Bildhauerei, Kalligraphie und do weiter. "Sansheng" ist die Abkürzung von "Das Dreifache erzeugt alle Dinge." Laozi hat in seinem 《Daodejing》geschrieben: Der Tao erzeugt das Eine; das Eine erzeugt das Zweifache; das Zweifache erzeugt das Dreifache; das Dreifache erzeugt alle Dinge. Alle Dinge tragen das Yin in sich und umschlie?en das Yang; durch die Vereinigung der Kr?fte entsteht die Harmonie. Vor knapp einem Jahr habe ich einen Tee-Me?l?ffel aus geschnitztem Bambus in Chengdu bei Sansheng besorgt. Der Tee-Me?l?ffel bleibt jetzt vor mir ruhig auf dem Teetisch im Sonnenschein und erz?hlt die Geschichte der Zeit. Ich habe ihn entmagnetisiert, das hei?t ich habe den Code des Tee-Me?l?ffels zu Sansheng abgebrochen und neuen Kontakt mit es hergestellt. Bei der Teezeremonie verwende ich den Tee-Me?l?ffel, am Abend liegt er an meinem Kopfkissen und leistet mir die Gesellschaft. Dank Streicheln und Pflegen seit Monaten gl?nzt er schon. Unter dem Haufen der geschnitzten Bambusgegenst?nde im Atelier in Chengdu bei Sansheng habe ich schlie?lich dieses Stück entschieden. Es führt mich oft, an die Zeit bei Sansheng zurückzudenken.</p> <p class="ql-block">Der Tee-Me?l?ffel ist ein klassisches Ger?t auf der Teegesellschaft, das Praktikabilit?t und elegante Anmut vereint. Ursprünglich entstand er aus Tang-und Songdynastien. In dieser ?ra wurde der Tee gekocht. Dann hat er sich durch die Entwicklung der Teezeremonie in Ming- und Qingdynastien formiert – mit natürlichem Bambus als Grundgerüst und handwerklicher Schnitzerei als Seele wird er zur verdeutlichten Darstellung der "Sch?nheit der Ma?vollheit" in der ?stlichen Teezeremonie. Die Handwerker w?hlen meist dreij?hrigen alten Bambus aus, nehmen dessen dichten Mittelteil, lassen ihn Jahre lang an der Luft trocknen und formen, um den rohen, brennenden Charakter des Bambus zu beseitigen. Anschlie?end arbeiten sie mit Techniken wie flacher Schnitzerei, Bambushaut-Schnitzerei, Brandmalerei unter anderem. Sie zeichnen Landschaften, Blumen und V?gel nach, gravieren elegante Gedichte und Verse, oder bewahren die natürlichen Maserungen des Bambus gem?? seiner natürlichen Beschaffenheit auf, um sogenannte "M?ngel" zu gl?nzenden Akzenten zu verwandeln. Jeder Schnitt verk?rpert die Einheit von Herz und Hand, so da? der handwerkliche Einfallsreichtum die Sch?nheit der natürlichen Sch?pfung niemals verdeckt. Auf meinem Tee-Me?l?ffel zum Beispiel hat Sansheng eine Winterkirsche geschnitzt. Rechts oben sind jeweils zwei chinesische Zeichen eingraviert: Sp?rliche Schatten bzw. Sansheng. Die Spuren des Insektenbefalls zeigen die Schaffung der Natur. Das entspricht dem japanischen ?sthetischen Konzept Wabi-Sabi, bedeutet Sch?nheit der Einfachheit und Unvervollkommnung. Die Formen vom Tee-Me?l?ffel werden je nach den Anforderungen der Teezeremonie in zwei Typen unterteilt: den zum Einskellen und den zum Auffangen. Die Linien, die Viereckiges und Rundes verbinden, entsprechen den praktischen Anforderungen des Halterns und des Entnehmens vom Tee. Die sanfte Textur des Bambus vermeidet nicht nur das Kratzen des Teeblattes und bewahrt den echten Teegeist, sondern wird durch seine Eigenschaften der niedrigen W?rmeleitf?higkeit und fehlenden Auslaugungen zudem zur ersten Wahl professioneller Teekenner. Als zentrales Werkzeug zur Dosierung und Entnahme des Tees kontrolliert es die Teemenge pr?zise und h?lt das Teeblatt sauber – so l?sst sich das Gleichgewicht des Teegeschmacks, bei dem "ein bisschen mehr bittert, ein bisschen weniger fade macht", vollkommen beherrschen. In seiner ruhigen Position auf dem Teetisch verschmilzt zudem die Bescheidenheit und Sanftheit des Bambus mit der anmutigen Pr?zision der Gravur zur Ritualit?t der Teezeremonie – und in diesen winzigen Abmessungen entfaltet sich voll und ganz die ?sthetik der Literaten, "den Himmel und die Erde in den Kleinigkeiten zu erblicken". Durch langj?hriges Streicheln und Pflegen von Teekennern entwickelt der bambusgeschnitzte Tee-Me?l?ffel allm?hlich einen sanft gl?nzenden Patinafilm, also eine hauchdünne Beschichtung vom Handschwei?. Der Farbkontrast zwischen der grünen Bambushaut und dem Bambusgewebe wird immer markanter und zur einzigartigen Zeitspur des Nutzers. Er ist nicht nur ein praktisches Werkzeug in der Teezeremonie, sondern auch ein winziger Tr?ger der ?stlichen Lebensphilosophie – in stummer Gestalt erz?hlt er von der Ehrfurcht vor der Natur, der Treue zur Handwerkskunst sowie der Gelassenheit in der Teezeremonie "mit Ma? zu nehmen und mit Zurückhaltung zu halten".</p> <p class="ql-block">Im Mai ist Chengdu bereits unertr?glich hei?. Xie hat mit seinem Motorrad vorgefahren. Seine Frau hatte ein Taxi organisiert, wir drei fuhren hinterher. Am letzten Wochenende nahmen Simone und ich an einer literarischen Zusammenkunft im Wenshu-Kloster teil, wo wir Xie zum ersten Mal trafen. Er hat eine angeborene Leidenschaft dafür, neue Freunde kennenzulernen. Als er erfuhr, da? wir in Chengdu Interviews führten, empfahl er uns begeistert mehrere interessante Personen. Sansheng war einer davon. Sanshengs Atelier befindet sich in einer Villa, die in einem flachen Tal verborgen liegt. Sie ist nicht weit von der Du Fu-Strohhütte und etwa eine Autostunde von der Stadtmitte entfernt, doch hier ist jeglicher Verkehrsl?rm und menschliche L?rm abgeschirmt. Es bleibt nur das sanfte Ger?usch der Natur. Vor dem Tor schl?ngelt sich ein klarer Bach vorbei, dessen Wasser pl?tschert leise. An den Ufern wachsen Weiden und wilde Blumen in gro?er Zahl. Ab und zu ert?nt das zwitschernde Vogelgezwitscher. Tür auf – und man tritt in eine ganz andere Welt. Vor dem Fenster liegt ein Teich, in dem Goldfische und Koi friedlich schwimmen. Das schlanke Indische Blumenrohr (Canna indica) blüht anmutig, Seerosen ruhen auf der Wasseroberfl?che, und ein gro?er, unbekannter Baum spendet Schatten und schirmt vor der Sonne ab. Der gro?e chinesische Schriftsteller Su Dongpo aus der Song-Dynastie sagte einst: ?Mit wem sitze ich zusammen? Mit dem frischen Wind, dem hellen Mond und mir selbst.“ Das ist genau die Wohnumgebung, die alle Chinesen lieben – die Seele in der Landschaft zu finden.</p> <p class="ql-block">Sansheng ?ffnete die Tür seines Ateliers und bat Xie, sofort die Klimaanlage einzuschalten. Auf dem Arbeitstisch im Atelier lagen so viele verschiedene Dinge, da? es mir die Augen überfüllte. "Hast du auch diese Teekannen gemacht, Meister Sansheng?" Bei Anblick der Teeger?te konnte ich meine Fragen kaum zurückhalten. "Ja, ich habe sie selbst graviert", antwortete er. "Nach der Korona-Pandemie arbeitete ich drei Jahre lang in Yixing, der Hauptstadt der Zisha-Keramik. Nach dem Teetrinken k?nnen wir mein ganzes Atelier besichtigen." "Ah, diese Bambusschnitzerei – hast du die auch selbst gemacht?" "Ja, alles von mir", best?tigte er. "Das ist eine Reliefschnitzerei, es stellt den Bodhisattva Manjushri dar." Manjushri ist einer der vier wichtigsten Bodhisattvas im Mahayana-Buddhismus und symbolisiert die h?chste Weisheit (Prajna) . Sein Sanskrit-Name bedeutet "Sch?ne Herrlichkeit" oder "Wundervolle Glückseligkeit". Er wird oft als junger Prinz dargestellt, der ein Schwert der Weisheit h?lt (um Unwissenheit zu zerst?ren) und auf einem L?wen reitet als Symbol für die M?chtigkeit der Weisheit. Zusammen mit Samantabhadra bildet er die "Drei Heiligen des Avatamsaka-Sutras" an der Seite Buddhas Shakyamuni. Sein Hauptheiligtum in China sind die Wutai-Berge in Shanxi. Ich sollte doch eine Statue Manjushris für meine Weisheit besorgen, oder? "Das hintere ist auch eine Skulptur von mir, Dehua-Wei?er Porzellan." Sansheng zeigt mit dem Blick die Buddhastatue auf dem Schrank. "Ich habe drei Jahre in Dehua gelernt. Ich habe jeweils drei Jahre in Yichang und Dehua studiert, au?erdem Jade- und Jadeit-Schnitzerei in Tengchong, Yunnan. Insgesamt habe ich über zwanzig Jahre lang diese Handwerke gelernt – alles h?ngt zusammen, wenn man es einmal verstanden hat. Ich habe schon seit dem Studium angefangen, diese Techniken zu erlernen. Ich bin 1982 geboren, also dreiundvierzig Jahre alt, und mein Sternzeichen ist der Hund. Probiert mal den Tee, er ist wirklich gut. B?ume mit mehr als dreihundert Jahren gelten als alte Teeb?ume. Ein Freund von mir hat ein paar solcher B?ume in den Bergen gepachtet. Er muss jedes Jahr dorthin gehen, um sie zu betreuen." Der Tee ist wirklich ein praktisches Mittel zur Kommunikation. Sansheng serviert uns den Tee und ?ffnet seine Quelle zum Reden: "Einfach so, keine Formalit?ten." Xie scherzt: "Das ist doch das H?chste der H?flichkeit."</p> <p class="ql-block">"Meine Partnerin Simone kommt aus Deutschland und besch?ftigt sich seit 15 Jahren mit Glücksforschung. Sie hat zahlreiche Bücher zum Thema Glück ver?ffentlicht. Wir sind beide nach Sichuan gekommen, um die lokale Kultur und Lebensweise kennenzulernen und dann ein weiteres Buch zu schreiben. Wir haben bereits gemeinsam ein Buch verfasst und wollen nun das zweite schreiben. Es soll sich um Sichuan drehen, mit Chengdu als Zentrum und auch die umliegenden Regionen einbeziehen. Wahrscheinlich müssen wir noch einmal hierherkommen, um die Proben und Informationen detailliert zu sammeln und vielf?ltige Interviews durchzuführen. Am Vormittag waren wir im Dongjiao Memory, haben uns dort umgeschaut. Es gibt dort mehrere Teestuben, aber wir haben sie uns nicht genauer angesehen, sondern haupts?chlich die Atmosph?re aufgenommen." Ich kenne unsere Reise schon wie meine Westentasche. Anders als der Teefanatiker Xu l?chelt Sansheng sehr gerne. Sein L?cheln begleitet fast die ganze Zeit w?hrend des Interviews. Er nimmt einen F?cher als Requisit wie ein Opferschauspieler. Er hat typisch südlich niedrige K?rpergr??e und ein rundes Gesicht. Die Mundwinkel sind ein wenig nach oben gewachsen, so da? er immer l?chelnd aussieht, ein lachender Buddha sozusagen. "Ich arbeite hauptberuflich an Bambusschnitzereien, daneben mache ich auch Yixing-Teekannen, Bambuswaren sowie Porzellan-Buddhastatuen. Ich kümmere mich nur um das Schnitzen und das Entwerfen von Teekannenformen, denn die Herstellung von Yixing-Teekannen erfordert ein spezielles Handwerk: Sie werden durch Schlagen geformt. Das ist ein besonderes Verfahren, das sich von anderen Keramiktechniken unterscheidet. Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Ton: Er muss aus natürlichen Rohmineralien stammen. Ich komme aus Guangyuan in Sichuan. Kennst du Deng Xiaoping? Ich bin sein Landsmann. Ich habe an der Sichuan-Universit?t für Wissenschaft und Technik Chinesische Malerei studiert. Nach meinem Universit?tsabschluss bin ich nach Chengdu gezogen – das ist jetzt schon fast 20 Jahre her. Unsere Generation ist anders als eure: Ich habe nie in einem Angestelltenverh?ltnis gearbeitet. Schon nach dem Studium habe ich mich für Bambusschnitzerei begeistert, habe mein eigenes Atelier gegründet und bin dann herumgereist, um bei verschiedenen Meistern das Handwerk zu lernen." Ich habe Sansheng unterbrochen, weil sich das Interview um Chengdu sowie um Sichuan handelt: "Was zieht dich denn so an Chengdu?" fragte ich Sansheng. Sansheng setzt sein charakteristisches L?cheln fort: "Chengdu ist eine gro?e Stadt. Au?erdem haben beide meiner ?lteren Schwestern sich hier niedergelassen und ein Leben aufgebaut. Ich bin der Dritte in der Familie – zwei ?ltere Schwestern und ein jüngerer Bruder. Alle vier Kinder haben sich in Chengdu niedergelassen. Ich habe gerade eine Weile lang mit der Klimaanlage herumprobiert, weil sie bisher nie benutzt wurde. Jetzt habe ich sie endlich eingeschaltet. Wenn du sie ausschaltest, geht es nicht mehr. Das ist der Geruch von Holzkohlefeuer. Aber die Klimaanlage l?uft ja jetzt, das ist kein Problem – es passiert keine Vergiftung. Teetrinken am offenen Feuer ist nett, aber bei schlechter Belüftung kann es leicht zu einer Kohlenmonoxid-Vergiftung kommen. Ich habe zwei Kinder." Sansheng nimmt einen Bambusgegenstand vor seine Augen, "Als unser zweites Kind geboren wurde, war die Ein-Kind-Politik bereits gelockert – heute ist es sogar erlaubt, zwei oder drei Kinder zu haben. Mein ?ltestes Kind ist ein Sohn, er ist ungef?hr sieben Jahre ?lter als unsere Tochter. Mit zwei Kindern gibt es finanzielle Schwierigkeiten natürlich – das hat heutzutage fast jeder. Die Wirtschaft ist nicht gut, deshalb kaufen weniger Leute meine Kunstwerke, vor allem die teureren Stücke. Denn meine Arbeiten sind relativ hochpreisig, weil sie viel Zeit kosten: Ein Bambuspinselhalter braucht zum Beispiel einen halben Monat zum Schnitzen. Solch ein Stifthalter hat nicht nur ?sthetischen Wert und praktischen Nutzen, sondern ich verleihe ihm auch eine Seele – das ist der Zusatzwert. Unsere Produkte sind keine Notwendigkeiten, sondern Luxusgüter, die man sich erst überlegt, wenn man genug zu essen hat."</p> <p class="ql-block">"Hast du dieses Haus schon gekauft, als du nach Chengdu gekommen bist?" Fragte ich. Die Chinesen haben immer gro?e Lust an der Wohnung. "Nein, es geh?rt einem Freund. Er l?sst mich hier kostenlos wohnen, ich muss mich um Miete, Strom, Wasser, Gas und Hausverwaltung überhaupt nicht kümmern." "Dein Freund ist aber sehr nett. Warum ist er so gro?zügig? Was macht er beruflich?" "Wir sind einfach sehr gute Freunde! Früher war er im Jadegesch?ft t?tig. Diese Villa diente ihm als Jade-Club. Jetzt betreibt er das nicht mehr, er hat sich dem Buddhismus zugewandt. Er hat ein gro?es Wellnesszentrum in Renshou eingerichtet, am Heilongtan (Schwarzen Drachensee)- das ist ein See und zugleich eine Touristenattraktion. Und sein Gesch?ft dort l?uft inzwischen gut." "Simone sagt, du h?ttest viel Glück und siehst aus wie ein Maitreya-Buddha – sehr glückverhei?end. Sie fragte auch, auf welche Weise diese Bambus-Schnitzarbeiten verkauft werden. Sie sagte, sie sei schon oft in China gewesen, aber zum ersten Mal mit dieser Art von Bambus-Schnitzkunst in Berührung gekommen. Sie m?chte wissen, wie man die Au?enwelt darüber informieren kann." "Ich habe feste Verkaufsstellen und f?rdere sie auch über WeChat. Die Verkaufsstellen sind haupts?chlich hochwertige Stellen, vergleichbar mit Gesch?ften. Denn die Preise für diese Kunstwerke sind nicht gerade niedrig. Heutzutage werden solche Gegenst?nde nur noch wenig verwendet. Früher dienten sie haupts?chlich als Spiel- und Schreibwaren für Kunstliebhaber und Gelehrte. Gr??ere Bambus-Schnitzarbeiten wie diese nennt man Bügelkissen (Armauflage), sie sind mit Schriftzeichen verziert und waren eigentlich ein elegantes Spielzeug alter chinesischer Gelehrter. In der heutigen Zeit haben solche gro?en Bambus-Schnitzarbeiten keine besonders praktische Funktion mehr. Man kauft sie haupts?chlich zum Halten, Betrachten, Spielen oder als Sammelobjekte. Sichuan ist reich an Bambus, so da? man vor Ort auf reichlich Rohmaterial zurückgreifen kann. Für unsere Bambusschnitzereien verwenden wir haupts?chlich den Nan-Bambus, auch bekannt als Mao-Bambus. Er z?hlt zu den hochwertigsten Bambusarten mit harter Beschaffenheit und feinen, dichten Fasern. Nach entsprechender Behandlung ist er wenig anf?llig für Risse oder Verformungen. Er weist eine hohe Druckfestigkeit in L?ngsrichtung auf und l?sst sich in Querrichtung ohne Aufrauen schleifen. Der Nan-Bambus zeichnet sich durch eine dicke Wandst?rke, natürliche Knoten, eine glatte Oberfl?che mit deutlicher Maserung und einen eleganten, warmen Farbton aus. Mit der Zeit entwickelt er eine edle Patina. Er ist umweltfreundlich und gesund – daher das ideale Material für traditionelle Handwerke wie Bambusschnitzerei und Bambusflechterei. Bei der Bambusschnitzerei unterscheiden wir zwischen hochwertigem und normalem Material. Das, was du in der Hand h?ltst, ist sehr hochwertig – darauf werden wir sp?ter noch Schnitzereien anfertigen. Das ist zum Beispiel Schildkr?tenbambus, aber er geh?rt zur Familie des Nan-Bambus und ist eine natürliche Variante. Dieses Stück ist schon recht alt. Die Markierungen hier sind von Insektenbefall natürlich entstanden. Auch Bambus wird von Insekten angegriffen. Deshalb düngen und pflegen wir den Bambus beim Anbau. Solches hochwertiges Material kochen und behandeln wir selbst nach dem F?llen. Beim F?llen gibt es eine wichtige Regel: Bambus, der im Sommer gef?llt wird, ist anf?llig für Insekten. Bambus, der im Winter nach Schnee gef?llt wird, wird kaum von Insekten befallen. Dieses Stück hier auf dem Tisch ist recht alt und hat eine echte historische Wirkung. Der Preis von den Bambusgravuren h?ngt eigentlich nicht sehr von der Gr??e ab, sondern vor allem von Motiv und Bearbeitungsqualit?t. Entscheidend sind beispielsweise das Alter des Motivs und die Güte der handwerklichen Ausführung. Kleine M?ngel oder etwas schw?chere Verarbeitung bei alten Stücken sind v?llig normal. Zudem erfordern manche Motive, da? der Schnitzer in ruhiger Gemütsverfassung arbeitet – die handwerkliche Qualit?t h?ngt auch mit seiner Stimmung zum Zeitpunkt der Arbeit zusammen."</p> <p class="ql-block">"Meister Sansheng, was bedeutet für Sie Glück?" Simone forscht das Glück und stellt jedem Interviewspartner immer die gleiche Frage. "Ich bin sehr glücklich, wenn ein Werk fertig ist. Das Schnitzen ist eigentlich eine langweilige Arbeit, aber wenn man ein gutes Stück schafft, fühlt man sich innerlich sehr erfüllt. Das Schnitzen kann einen zur Ruhe bringen. Wenn man es aber wirklich zum Beruf macht, muss man Tag für Tag mit ganzer Konzentration weitermachen. Ich habe ursprünglich mit einem Hobby angefangen – weil ich es liebe, habe ich diesen Beruf ergriffen. Doch wenn man es jahrelang macht, kommt es trotzdem manchmal zu starken Gefühlsschwankungen." Simone stellt gleich eine weitere Frage: "Ich habe einen Künstler in Freiburg interviewt. Er sammelt oft tote B?ume im Wald – gro?e und kleine, egal. Es sind alles B?ume, die eigentlich keinen Wert mehr haben. Auf ihnen schnitzt er Menschengesichter. In Hessen gibt es viele seiner Werke. Genau wie Sie hat er diesem Hobby über 20 Jahre nachgegangen. überall sieht man seine Schnitzereien an unbrauchbaren, nicht nutzbaren B?umen. Dieser Künstler ruft manchmal die ?rtlichen Forstverwalter an. Dann sagen sie ihm: ?Wir haben hier B?ume – schauen Sie mal, ob sie Ihnen gefallen und ob Sie sie brauchen.' Und woher bekommen Sie Ihre Bambusholzst?mme?" "Sansheng antwortete: "Das ist alles Materialsammlung. Wir sammeln das Material, indem wir selbst schneiden. Beim Schneiden müssen wir sehr genau sein – Bambus unterscheidet man n?mlich zwischen Schattenhang-Bambus und Sonnhang-Bambus. Sonnhang-Bambus w?chst dort, wo die Sonne hin scheint. Schattenhang-Bambus w?chst dort, wo wenig Sonne hinkommt. Wir verwenden fast ausschlie?lich Schattenhang-Bambus. Er w?chst langsamer, aber das Bambusholz wird dadurch fester und stabiler. Wir sammeln normalerweise viele verschiedene Bambusarten, weil unterschiedliche Formen und Objekte auch unterschiedliche Ausdrucksm?glichkeiten erfordern. Eigentlich muss man für den meisten Bambus bezahlen – die Kosten dafür sind ziemlich hoch. Dieses Paar Namenstempel habe ich gerade geformt, noch gar nicht geschnitzt – es k?nnte bereits etwa ein- bis zweitausend Yuan bringen. Heutzutage wird vieles mit Maschinen hergestellt, echte Handarbeit ist selten. Von der Maschine gemachte Teile sind alle gleich, sie haben keine Seele und keinen Ausdruck. Das maschinelle Arbeiten ist natürlich bequem. Wenn man aber alles rein von Hand macht, ist es extrem anstrengend – und der Preis wird sehr hoch. Die traditionelle Handarbeit kann man sich normalerweise nicht leisten, und es ist auch nicht n?tig. Als wir studiert haben, haben wir gelernt, warum es maschinelle Massenproduktion gibt. Auch wenn es maschinelle Flie?arbeit ist, kann das Werk trotzdem wertvoll sein. Wenn ein Künstler einmal berühmt ist, kann er einfach nicht so viele Stücke selbst schaffen. Aber dann kommen viele Menschen und verlangen nach Werken – man kann ihnen nicht alle gerecht werden. Was kann man also tun? Man muss auf Maschinen oder Flie?arbeit zurückgreifen.</p> <p class="ql-block">"Meister Sansheng, du hast so viele Werke geschaffen. Welches davon sch?tzt du am meisten?" Ich verwende bei der Kommunikation nur sehr selten Siezen. "Am liebsten? Die, die ich am liebsten mag, habe ich alle verkauft. Normalerweise behalte ich alte Stücke, meine eigenen Werke habe ich nur wenige. Diese kalligraphische Gravur ist mein bestes und liebstes Werk. Denn gew?hnliche Kalligraphiegravuren sind nicht wie Schreiben – es ist sehr schwer, den Schreibcharakter und die Schreibstimmung darzustellen. Deshalb verstehen das normalerweise Leute, die keine Kalligraphie verstehen, nicht. Es geht um den gesamten Schreibvorgang: den Anfangsstrich, den Endstrich, die Wendungen, die St?rke und Gr??e der Striche – all das muss man durch die Gravur zum Ausdruck bringen. Am Anfang habe ich die Bambusgravur nur als Hobby betrieben. Da habe ich mich einfach sehr gefreut, es hat mir Spa? gemacht. Jetzt ist es zu meinem Beruf geworden – da ist diese reine Freude ein bisschen weniger geworden. Aber wenn ich jetzt ein wirklich gutes Werk fertig mache, freue ich mich trotzdem sehr und bin total zufrieden. Bei uns ist das alles ein Prozess. Vielleicht freue ich mich heute sogar mehr darüber, ein gutes Werk geschaffen zu haben, als über die anf?ngliche reine Begeisterung allein." Die meisten Probleme auf der Welt lassen sich letztendlich auf Zeit und Geld zurückführen. Ich stelle eine konkrete Frage: "Herr Sansheng, du hast sehr viele Werke geschaffen, die kein Geld einbringen – dein Alltag ist davon betroffen. Geht dadurch deine Freude verloren oder wird sie beeintr?chtigt? Theoretisch k?nntest du schon morgen kein Essen mehr haben. Wenn du zum Beispiel morgen Brot kaufen muss, aber deine Bambuswerke sind noch unverkauft. Natürlich gilt das nicht nur für Bambusarbeiten, sondern auch für andere Dinge, die sich nicht verkaufen lassen. Man braucht einfach Cashflow, um gute Materialien kaufen zu k?nnen und um zu leben. Sogar auf vielen Auktionen bleiben zahlreiche Objekte unverkauft." Xie sch?tzt Sansheng sehr und kennt ihn gut. Er antwortete stattdessen für Sansheng: "Sansheng macht seit 20 Jahren Bambusgravuren. Seine Werke haben eine feste Gruppe von K?ufern und Sammlern. Sogar viele Künstler sind seine gro?en Kunden. Das hei?t, ein Künstler ist bereit, 200.000, 300.000 oder sogar mehrere hunderttausend Yuan für seine guten Stücke auszugeben. Ein Mensch kann schlie?lich nicht so viele Werke schaffen. Wir machen auch nicht so viele Stücke davon, unsere Energie ist begrenzt. Und gutes Bambusmaterial als Rohstoff bekommt man auch nicht jeden Tag. Die Bambusgravurwerke von Meister Sansheng gelten nicht nur in Sichuan, sondern auch im ganzen Land als herausragend. Mehrere Professoren der Peking-Universit?t, der Direktor eines Museums in Sichuan sowie mehrere bekannte Maler aus Chengdu – allesamt Spitzenkünstler – haben seine Werke bewertet: Auf dem Gebiet der kalligraphischen Bambusgravur ist sein Niveau landesweit nahezu unübertroffen." Das Interview neigt sich dem Ende langsam zu. Ich habe ein Stück Bambusschnitzerei bezahlt und schon angefangen zu streicheln. Simone steht auf und stellte die letzte Frage: "?Meister Sansheng, welche Tr?ume hatten Sie in Ihrer Kindheit?" "Ich hatte Tr?ume. Wir haben damals Figuren aus Büchern und im Fernsehen gesehen – wir wollten Soldaten werden oder Wissenschaftler. Aber diese frühen Tr?ume haben sich nicht erfüllt. Stattdessen bin ich jetzt Künstler geworden. Wie soll man das sagen? Die Wünsche von damals waren einfach nur Vorstellungen für jenes Alter und diese Lebensphase. Man ?ffnet nach und nach den Blick für die Welt. Was man sp?ter kennenlernt, was man wirklich empfindet und liebt – das entscheidet erst, wer man werden m?chte."</p>